Vintage-Poster vom späten neunzehnten Jahrhundert bis zur Mitte des zwanzigsten – Art Nouveau, Belle-Époque-Reiseplakate, Art Deco, Ausstellungsdrucke. Toulouse-Lautrec, Mucha, Cassandre. Die Epochen, die das Plakatdesign als Kunstform erfunden haben.
Das Vintage-Plakat, wie wir es kennen, entstand in den 1880er-Jahren, als der Farblithografiedruck erschwinglich genug wurde, um Stadtmauern mit Kunst zu überfluten. Jules Chéret druckte in Paris die ersten echten Werbeplakate – markante Figuren, flächige Farben, imposante Formate. Toulouse-Lautrec veredelte die Form mit seiner Moulin-Rouge-Serie. Alphonse Mucha machte sie zum Ornament und prägte den Jugendstil mit fließenden Haaren und botanischen Bordüren.
Innerhalb einer Generation wurde Plakatdesign zu einer ernsthaften künstlerischen Disziplin. In den 1920er-Jahren folgte der Art déco – härtere Kanten, geometrische Präzision, dasselbe visuelle Selbstbewusstsein auf Ozeanriesen, Skiresorts und Bahnreisen angewendet. Cassandres Normandie-Plakat und Roger Broders' Côte-d'Azur-Werbungen setzten Maßstäbe, die das Genre bis heute prägen. Die Mitte des Jahrhunderts brachte den Schweizer Modernismus: weniger Farben, stärkere Typografie, das Grid des Internationalen Stils. Diese Kollektion umspannt all diese Bewegungen – von der Belle Époque in Paris bis zum grafischen Design der Jahrhundertmitte.
Was diese Epochen verbindet, ist Handwerk. Der Lithografiedruck erforderte handgezeichnete Vorlagen. Die Passergenauigkeit über mehrere Farbdurchgänge hinweg zu gewährleisten, verlangte echtes Können. Die besten Vintage-Plakate sind technisch meisterhaft und visuell stark zugleich.
Das richtige Format für Vintage-Plakate wählen
Vintage-Plakatdesigns wurden für den Druck gemacht – flächige Farbfelder, klare Typografie, kraftvolle Komposition. Diese Qualitäten kommen auf Kunstdruckpapier am genauesten zur Geltung, wo die grafische Präzision des ursprünglichen Lithografieverfahrens erhalten bleibt. Papierdrucke sind in A3, 50×70cm, 70×100cm und A0 erhältlich, mit Rahmen in Eiche, Schwarz oder Walnussbraun.
Beim Leinwandbild fügt die Oberflächentextur eine Wärme hinzu, die zu den malerischeren Belle-Époque- und Jugendstil-Werken passt – Alphonse Mucha und Toulouse-Lautrec-Kompositionen gewinnen durch die Leinwandoberfläche besonders an Tiefe. Leinwandbilder sind in 30×40cm, 50×70cm und 70×100cm erhältlich, optional mit Schattenfugenrahmen.
Zur Rahmenwahl: Schwarze Rahmen passen zu Art-déco- und modernistischen Drucken. Natürliche Eiche ergänzt die wärmeren Töne von Belle-Époque-Reiseplakaten und Jugendstilarbeiten.
Vintage-Plakate kombinieren und präsentieren
Vintage-Plakate wirken besonders gut in Gruppen von zwei oder drei Stücken mit einheitlicher Rahmung – das grafische Selbstbewusstsein der Originale lässt sie in jeder Größe für sich sprechen. Ein Paar Reiseplakate aus derselben Epoche schafft ein stimmiges Statement. Auch das Mischen von Epochen funktioniert gut: Ein Jugendstil-Mucha neben einem Art-déco-Cassandre zeigt die Entwicklung des Plakatdesigns, ohne visuell zu kollidieren.
Für verwandte Stile stöbere in unserer Ausstellungsplakat-Kollektion mit Museums- und Galeriedrucken aus derselben Tradition. Die Bauhaus-Kollektion knüpft durch gemeinsame modernistische Gestaltungsprinzipien an. Für den Jugendstil im Besonderen empfehlen sich unsere Kollektionen von Alphonse Mucha und Gustav Klimt mit individuellen Künstlerauswahlen.
Alle Drucke werden in unserem Berliner Studio mit archivfesten Pigmenttinten hergestellt, die für eine Haltbarkeit von über 100 Jahren ausgelegt sind.