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Kamisaka Sekka

Kamisaka Sekka (1866–1942) erweckte die jahrhundertealte Rinpa-Tradition für die moderne Zeit zu neuem Leben. Seine Holzschnitte verbinden flächige, dekorative Kompositionen mit leuchtenden Farben – Natur, auf pures Design reduziert. Diese Kollektion zeigt Werke aus seinem Hauptwerk Momoyogusa, einem der schönsten illustrierten Bücher, die je in Japan entstanden sind.

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Kamisaka Sekka und die Rinpa-Renaissance

Kamisaka Sekka arbeitete in Kyoto zu einer Zeit, als die japanische Kunst westliche Einflüsse rasch in sich aufnahm. Anstatt diesem Strom zu folgen, blickte er zurück – auf die dekorative Tradition, die Tawaraya Sotatsu begründet und Ogata Korin verfeinert hatte. Die Rinpa-Schule bevorzugte kräftige Konturen, flächige Farbfelder und eine Natur, die eher als Muster denn als Abbild dargestellt wurde. Sekka griff diese Prinzipien auf und wandte sie mit einem modernen Blick an – so entstanden Holzschnitte, die zugleich zeitlos und verblüffend zeitgenössisch wirken.

Sein dreibändiges Hauptwerk Momoyogusa (A World of Things, 1909–10) enthält hundert Farbdrucke mit Blumen, Vögeln, Landschaften und mythologischen Motiven. Die Kompositionen beeindrucken durch ihre Reduziertheit – ein einzelner Kranich vor Gold, Kirschblüten, die in geometrische Abstraktion übergehen, ein weißer Phönix, nur aus Linie und Weißraum. Das sind keine Illustrationen der Natur, sondern ihre Destillate – auf wesentliche Form und Farbe reduziert. Die Flächigkeit und dekorative Kühnheit von Sekkas Drucken hat Vergleiche mit dem Jugendstil und der frühen grafischen Gestaltung des 20. Jahrhunderts hervorgerufen, und doch sind sie fest in einer japanischen Tradition verwurzelt, die dreihundert Jahre zurückreicht.

Drucke aus Momoyogusa – Format und Material

Sekkas flacher, grafischer Stil kommt auf Kunstdruckpapier besonders gut zur Geltung: Die klaren Farbtrenungen und präzisen Konturen bleiben messerscharf. Die matte Oberfläche sorgt dafür, dass das Zusammenspiel zwischen gesättigtem Pigment und Weißraum – das Herzstück der Rinpa-Ästhetik – ohne Glanz oder Verzerrung erhalten bleibt. Papierdrucke sind in A3, 50×70 cm, 70×100 cm und A0 erhältlich. Beim Rahmen ergänzt Eiche die warmen Goldtöne vieler Momoyogusa-Drucke, während schwarze Rahmen die grafische Wucht der Kompositionen betonen. Walnussbraun ist eine dritte Option für wärmere Einrichtungsstile.

Beim Leinwandbild verleiht die Baumwollstruktur den flächigen Farbfeldern eine subtile Textur – handgemacht und haptisch, ähnlich dem Gefühl der originalen Holzschnitte auf Washi-Papier. Die Oberflächenkörnigkeit mildert harte Kanten gerade so weit, dass Wärme entsteht, ohne die Klarheit des Motivs zu beeinträchtigen. Leinwandbilder sind in 30×40 cm, 50×70 cm und 70×100 cm erhältlich, optional mit Schattenfugenrahmen für ein hochwertiges Galerieformat.

Japanische dekorative Kunst bei Kuriosis

Sekka steht in einer reichen Tradition des japanischen Drucks, die in der gesamten Kuriosis-Kollektion vertreten ist. Für atmosphärische Landschaften und dramatische Lichteffekte empfiehlt sich Kobayashi Kiyochika. Für die breitere Ukiyo-e-Tradition bieten Hiroshige und Hokusai ergänzende Perspektiven auf Natur und Ort. Für handkolorierte Meiji-Fotografie siehe Kusakabe Kimbei. Alle Drucke werden in unserem Berliner Studio mit archivierten Pigmenttinten hergestellt, die für 100+ Jahre ausgelegt sind.