Japanische Kunstdrucke aus drei Jahrhunderten Holzschnittkunst. Jedes Original wurde mit bis zu zwanzig einzelnen Farbblöcken geschnitten – das Verfahren, das für die flachen, satten Farben steht, für die diese Tradition bekannt ist. Die Kollektion umfasst Ukiyo-e aus der Edo-Zeit von Hokusai und Hiroshige, Shin-Hanga-Landschaften von Hasui Kawase, Vogel-und-Blumen-Studien von Ohara Koson sowie ausdrucksstarke Kriegerdrucke von Kuniyoshi. Von der schwimmenden Welt des 18. Jahrhunderts bis zur stimmungsvollen Wiedergeburt der 1920er Jahre.
Japanische Holzschnitte sehen anders aus als jede andere Art von Kunstdruck – und dafür gibt es einen technischen Grund. Jedes Original entstand durch das Schnitzen eines separaten Blocks für jede Farbe, manchmal zwanzig pro Motiv. Dieser Prozess erzeugte die flachen, satten Töne und präzisen Konturen, für die der Stil bekannt ist. Deshalb wirkt eine Hokusai-Welle oder eine Koson-Vogelstudie an der Wand noch heute grafisch und modern – Jahrhunderte nach ihrer Entstehung.
Die Kollektion bei Kuriosis umfasst die gesamte Bandbreite dieser Tradition. Landschaften aus der Edo-Zeit von Hokusai und Hiroshige stehen neben Ohara Kosons Vogel-und-Blumen-Studien und Kuniyoshis dramatischen Kriegerszenen. Die Shin-Hanga-Periode – die Wiederbelebung des Holzschnitts im frühen zwanzigsten Jahrhundert – ist durch Hasui Kawases stimmungsvolle Schneeszenen und Hiroshi Yoshidas Bergansichten vertreten. Stöbere in unserer Hasui Kawase Kollektion oder bei den Hokusai Drucken, um einzelne Künstler eingehender zu entdecken.
Das richtige Format für japanische Kunst wählen
Die Wahl zwischen Kunstdruckpapier und Leinwandbild verändert die Wirkung dieser Drucke an der Wand. Papier bewahrt die präzisen Konturen und flachen Farbflächen, die Holzschnitte ausmachen – die feinen Details in Kosons Federn oder die genauen Wellenmuster in Hokusais Kompositionen kommen auf 225g mattem Kunstdruckpapier am klarsten zur Geltung. Das Leinwandbild verleiht Wärme und eine haptische Qualität, die zu den atmosphärischen Landschaften der Shin-Hanga-Periode passt, wo weiche Verläufe und gedämpfte Töne das Bild tragen. Die 400g Baumwollwebung verstärkt den Eindruck einer gemalten Oberfläche.
Papierdrucke sind in A3, 50x70 cm, 70x100 cm und A0 erhältlich, mit Rahmen in Eiche, Schwarz oder Walnussbraun. Leinwandbilder gibt es in 30x40 cm, 50x70 cm und 70x100 cm, optional mit einem Schattenfugenrahmen für ein edles Finish. Alle Drucke werden in unserem Berliner Studio mit archivbeständigen Pigmenttinten hergestellt, die für 100+ Jahre ausgelegt sind. Jedes Stück wird auf Bestellung gedruckt – kein Lagerbestand.
Eine japanische Bilderwand gestalten
Japanische Drucke harmonieren von Natur aus miteinander – die zurückhaltenden Farbpaletten und einheitlichen Proportionen machen das Gruppieren einfach. Drei Hasui-Landschaften in passenden Rahmen schaffen einen ruhigen Blickfang. Das Mischen von Epochen funktioniert ebenfalls: Eine Hokusai-Welle neben einer Hasui-Schneeszene zeigt, wie sich die Tradition weiterentwickelt hat, ohne visuell zu kollidieren. Bei vertikalen Kompositionen lassen sich die hohen, schmalen Formate vieler Ukiyo-e-Drucke gut paarweise zu beiden Seiten einer Tür oder eines Fensters anordnen.
Für eine Japandi-Ästhetik kombiniere Holzschnitte mit unserer Japandi Kollektion für einen stimmigen Gesamtlook. Wer sich für die naturkundliche Seite japanischer Kunst interessiert, wird bei den Botanischen Drucken dieselbe Liebe zum präzisen, beobachtenden Detail finden. Und für mehr japanische Vogel-und-Blumen-Motive im Besonderen lohnt sich ein Blick auf Ohara Kosons Drucke.
Kawase Hasui (1883–1957) schuf mehr als 600 Holzschnitt-Entwürfe und wurde 1956 als erster Holzschnittkünstler zum Lebenden Nationalschatz Japans ernannt.
Ein Sammlerguide zu Katsushika Hokusai — dem Künstler, der seinen Namen dreißig Mal änderte, bis zu seinem Tod mit 88 Jahren arbeitete und mit einer einzigen Welle die westliche Kunst...